Was ist Dominanz?

 

Pauschal wird ein Hund immer als dominant angesehen, wenn er sich in sozialer Interaktion mit anderen Hunden, oder auch Menschen, als aggressiv oder aufbrausend zeigt. Oftmals wird in dieses Verhalten dann so interpretiert: „Der will zeigen wer der Herr im Haus ist“.

Doch wollen Hunde wirklich den ganzen Tag damit verbringen Ihre Position zu festigen und Stärke zu zeigen?

Die Antwort ist: Nein! Denn das liegt nicht im Wesen eines Hundes!

Innerhalb einer Gruppe genießen wenig aufbrausende Hunde, oder ruhige, souveräne Tiere im Allgemeinen, ein hohes soziales Ansehen. Das bedeutet im Umkehrschluss, das aufbrausende Persönlichkeiten nicht ernst genommen werden, aufgrund einer labilen Persönlichkeit. Man kann ihnen nicht vertrauen und schon gar nicht folgen.

Wann immer ein Hund also als Dominant angesehen wird, sollte zuerst sein Umfeld beobachtet werden.

Dominanz ist also keine Charaktereigenschaft, sondern im verhaltensbiologischem und kynologischem Kontext ein beziehungsspezifisches, zeitlich begrenzte und situationsabhängiges Durchsetzen bestimmter Interessen.

Wenn sie gerne mehr zu diesem Thema erfahren möchte, zögern sie nicht mich anzusprechen. Ich berate Sie gerne.

Quelle: T. Riepe
Buch: Herz, Hirn, Hund